Bioland und DBIB fordern angemessene Entschädigung
Mittwoch, 13. August 2008 | Autor: Arnd
Entschädigungsmodell von Landwirtschaftsminister Hauk treibt Berufs- und Erwerbsimker in den Ruin
Mainz, Utting 13. August 2008:
Im Frühjahr dieses Jahres kam es in Baden-Württemberg durch das Mais-Beizmittel Poncho der Firma Bayer mit dem Wirkstoff Clothianidin zur bisher größten dokumentierten Bienenvergiftung Deutschlands. Weit über 11.000 Bienenvölker waren betroffen. Die Firma Bayer Crop Science hat bisher nur insgesamt 2 Mio Euro als Pauschal-Entschädigung in Aussicht gestellt und das Land Baden-Württemberg soll diese Mittel verteilen. Die baden-württembergische Landesregierung scheint es als ihre Aufgabe zu erachten, Bayer Crop Science vor den Schadenersatzansprüchen der Imker zu schützen. Anstatt darauf zu dringen, dass der real entstandene Schaden beglichen wird, rechnet sie den Schaden klein und stülpt den Berufs- und Erwerbsimkern ein an der Hobby-Imkerei orientiertes, pauschaliertes Entschädigungsmodell über. Danach sollen alle Imker im Schnitt mit ca. 150 Euro pro geschädigtem Bienenvolk abgespeist werden.
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