Freitag, 25. März 2011 | Autor: Bernhard
Super-GAU für Bestäubungsinsekten
Pflanzenschutzmittel gefährden Naturhaushalt
Die Meldungen über das Sterben der Bestäubungsinsekten und insbesondere der Honigbienen reißen nicht ab - die Lage ist ernst. Während eine Vielzahl von Ursachen in den Medien diskutiert werden, kristallisiert die Wissenschaft die Bedeutung der Pflanzenschutzmittel immer weiter heraus.
Die europaweite Studie über die Wirkung von Pestiziden auf die Artenvielfalt (nachzulesen unter: Persistent negative effects of pesticides on biodiversity and biological control potential on European farmland. Basic and Applied Ecology 11: 97-105.), kam zu dem Schluß, dass die Artenvielfalt auf einer Ackerfläche allein durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln halbiert wird.
Zitat:
“Die in der Landwirtschaft eingesetzten Spritzmittel sind nach einer europaweiten Studie der Hauptgrund für einen massiven Rückgang der Artenvielfalt auf Ackerböden und deren Umgebung. Während auf einem ökologisch bearbeiteten Feld rund 1.000 verschiedene Arten vorkämen, seien es auf einem mit Pestiziden behandelten Acker nur noch rund halb so viele, sagte Professor Teja Tscharntke von der Universität Göttingen. Der Agrarökologe hat an der Untersuchung in acht west- und osteuropäischen Ländern teilgenommen.”
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Montag, 21. März 2011 | Autor: Bernhard
In einem Bericht des National Geographic äußerst sich Jeff Pettis vom US-Landwirtschaftsministerium wie folgt zu den Ergebnissen der Untersuchungen zum Bienensterben: «Wir finden tatsächlich mehr Erkrankungen bei Bienen, die mit Pestiziden in Kontakt gekommen sind, und sei es nur in geringer Dosierung.»
Weiter schreibt National Geographic: “Schlechte Ernährung und der Kontakt mit Chemikalien könnten die Abwehrkräfte der Bienen schwächen, so dass ein Virus ihnen schließlich den Garaus macht.
Neuere Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Pilzgifte, von denen man glaubte, sie seien für Bienen ungefährlich, im Darm der Insekten die Mikrobenflora angreifen, die den Pollen verdaut. Das könnte die Nährstoffaufnahme und damit die Gesundheit der Bienen schädigen.”
Anmerkung: Hier handelt es sich wohl um einen Übersetzungsfehler, denn gemeint sind wohl nicht Pilzgifte sondern Fungizide, also Pilzbekämpfungsmittel, wie sie in der Landwirtschaft eingesetzt werden.
aus: http://www.nationalgeographic.de/reportagen/suesser-lohn?page=2
Dieser Zusammenhang zwischen Pflanzenschutzmitteln und dessen Auswirkungen auf die Mikrobenwelt des Biens (im Darm und im Bienenbrot) wird nun seit Jahren in der Wissenschaft und unter Imkern diskutiert. Leider werden die Forschungsergebnisse dazu nicht veröffentlicht - angeblich, um die Ergebnisse wasserdicht zu machen. Und es sind noch viel zu wenige Forscher (vor allem Bienenforscher, Mikrobiologen und Toxikologen), die an dieser Sache arbeiten.
Daher sind alle Universitäten und Bienenforschungseinrichtungen dazu aufgerufen, diesen Hinweisen bezüglich der Wirkungen von Pflanzenschutzmittel-Cocktails auf die Mikrobiologie des Bienenstockes verstärkt nachzugehen. Die Bienen brauchen Sie. Bitte helfen Sie mit.
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Freitag, 18. Februar 2011 | Autor: Bernhard
Am 17. Februar referierte der niederländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes über die Gefährlichkeit der Neonicotinoide und deren Rolle beim Rückgang von Vögeln und beim Bienensterben.
Hier geht es zum Video:
http://www.youtube.com/watch?v=1DJt78yzT1o
Es lohnt sich, das Video anzusehen. Bitte das Video auch in den Imkervereinen abspielen und den Link weiterverbreiten!
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Mittwoch, 16. Februar 2011 | Autor: Bernhard
Aktuell zugelassen in der Anwendung im Raps sind die folgenden Neonicotinoide:
- Acetamiprid (Spritzmittel: Mospilan SG)
- Clothianidin (Spritzmittel: Dantop; Beizmittel: Poncho Beta, Janus, Poncho ungefärbt, Elado)
- Imidacloprid (Spritzmittel: Warrant 700 WG, Kohinor 70 WG ; Beizmittel: Monceren G, Gaucho FS ungefärbt, Gaucho WS, Traffic und Imprimo, Antarc, Chinook)
- Thiacloprid (Spritzmittel: Biscaya, Calypso)
- Thiamethoxam (Beizmittel: Cruiser 600 FS, Magna, Cruiser 70WS, ACTARA, Cruiser OSR)
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Donnerstag, 3. Februar 2011 | Autor: Bernhard
Fragen und Antworten zum Bienensterben.
Eine Zusammenfassung.
1. Im Jahr 2008 wurde das massive Bienensterben einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Wie sieht die Lage heute aus? Gab es auch in den Jahren danach ein starkes Bienensterben?
Beim Thema Bienenvergiftungen muß unterschieden werden in letale Vergiftungen und subletale Vergiftungen. Im Jahre 2008 war in kurzer Zeit ein Großteil der Bienenvölker am Oberrhein letal vergiftet worden. In diesem Falle ist es natürlich so, daß dem betreuenden Imker die Schäden und die Zusammenhänge offensichtlich sind. Die Bienen liegen tot vor den Bienenbehausungen, kurz zuvor war Mais ausgesät worden.
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Dienstag, 25. Januar 2011 | Autor: Bernhard
Das Deutsche Bienenmonitoring als Projekt zwischen Industrie, Bieneninstituten und Imkerverbänden hat vor kurzem einen Artikel in dem wissenschaftlichen Journal Apidologie herausgegeben. Literaturverweis:
Genersch E, von der Ohe W, Kaatz H, Schroeder A, Otten C, Büchler R, Berg S, Ritter W, Mühlen W, Gisder S, Meixner M, Liebig G, and Rosenkranz P (2010)
The German bee monitoring project: a long term study to understand periodically high winter losses
of honey bee colonies, Apidologie 41:332-352
Der Artikel kann hier eingesehen werden:
Apidologie, The German bee monitoring project
Schon damals hat der Artikel große Verwunderung hervorgerufen - durch seine Unwissenschaftlichkeit. Bei einem wissenschaftlich geprägten Journal hätte man einen gewissen Anspruch an die Wissenschaftlichkeit einer Veröffentlichung erwartet.
Jetzt ist ein Review durch den NABU und BUND erschienen:
BUND, Review
NABU, Review
Das Review beleuchtet die Wissenschaftlichkeit und die Aussagekraft des Artikels zum Deutschen Bienenmonitoring - sowie des Projektes an sich.
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Donnerstag, 16. Dezember 2010 | Autor: Bernhard
Der niederländische Forscher Dr. Tennekes hat bereits in seiner Studie die Wirkweisen der Neonicotinoide beschrieben. Wir berichteten hier:
http://www.imkerdemo.de/2010/07/studie-langzeitigrisiken-unterschatzt/
Jetzt hat der Toxikologe ein Buch herausgebracht: A disaster in the making. (etwa: Das nahende Disaster)
Darin beschreibt er die Ursachen für das Aussterben von Bienen- und Vogelarten - und wie systemische Insektizide wie Neonicotinoide in diesem Zusammenhang stehen.
Aus seiner Sicht ist es notwendig, diese systemischen Insektizide so schnell wie möglich aus dem Verkehr zu nehmen, um die Artenvielfalt zu erhalten und ein Massensterben von Vögeln und Bestäubungsinsekten abzuwenden. Gerade im Jahr der Artenvielfalt und Biodiversität (im Jahr 2010) sollte diese begründete Forderung Gehör finden bei Behörden und der Politik.
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Freitag, 15. Oktober 2010 | Autor: Bernhard
Bitte unterstützt die Österreicher bei ihrer Unterschriftensammlung. Danke!
http://unterschriften.imkereizentrum.at
Sehr geehrter Herr Bundesminister Berlakovich!
Durch Beizmittel auf Basis von Neonicotinoiden und Fipronil wurden in den Jahren 2008 bis 2010 nachweislich Bienenvölker getötet oder massiv geschwächt. Die in Österreich für 2010 vorgegeben restriktiven Anwendungsbestimmungen haben offensichtlich nicht gefruchtet, da auch in diesem Jahr nachgewiesenermaßen neuerlich Bienenvölker geschädigt wurden. weiter…
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Mittwoch, 13. Oktober 2010 | Autor: Bernhard
Imker unterzeichnen die Petition des Projektes Operation Bee an die Vereinten Nationen (UN), weltweit die Anwendung der Neonicotinoide zu stoppen.
Hier die Petition online unterzeichnen:
http://www.thepetitionsite.com/1/operationbee/
Informationen über das Projekt:
http://www.operationbee.com/actnow/banpesticides.html
http://www.operationbee.com/crisis/t…esticides.html
Bitte helft, diese Information weiterzugeben und zu unterzeichnen.
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Freitag, 13. August 2010 | Autor: Bernhard
Artikel in der Allgäu-Rundschau:
Ministerium: «Absolutes Verbot von Insektiziden nicht möglich»
Siehe: http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/rundschau/Rundschau-Ministerium-Absolutes-Verbot-von-Insektiziden-nicht-moeglich-;art2757,835495
Der Landesverbands Bayerischer Imker (LVBI) in Dietmannsried (Oberallgäu) hat eine Liste mit über 18.500 Unterschriften an den Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, übergeben.
Großes Lob an den LVBI.
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