Zusammenfassung Neonicotinoide

Montag, 24. November 2008 | Autor: Bernhard

Systemische Insektizide / Neonicotinoide sind aufgrund ihrer systemischen Eigenschaften wasserlöslich und beständig im Boden. Durch Aufnahme von Pflanzenwurzeln gelangen sie bis in den Nektar und Pollen der Wildpflanzen und Kulturen, wo sie von Bestäubern abgenommen werden. Die Dosis ist dort nicht letal, die Hinweise aus Beobachtungen verdichten sich jedoch, dass subletale Effekte den Honigbienen und daher vermutlich auch anderen Bestäubern Probleme bereiten. Die Wasserlöslichkeit und die Beständigkeit führt weiter zur Verbreitung und Anreicherung im Naturhaushalt mit nicht abzuschätzenden Folgen. Auf diese Weise gelangen Neonicotinoide in den Nahrungskreislauf des Menschen mit ebenfalls unbekannten langfristigen Folgen.

Die große Unbekannte ist das Subletale. Die nicht-tödliche Dosierung und deren Auswirkungen.

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Zusammenfassung zu Neonicotinoiden

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Aktuelle Studie: Imidacloprid verursacht längere Entwicklungszeiten der Brut

Dienstag, 28. Oktober 2008 | Autor: Bernhard

An der University of Florida hat die Wissenschaftlerin Tricia Toth die subletalen (nicht-tödlichen) Wirkungen von Amitraz und Imidacloprid untersucht. Unter anderem heißt es:

Only imidacloprid treated larvae showed possible sublethal effects. Treated larvae had an increased larval weight at defecation and increased larval development time. There was not enough data to suggest whether or not treatment by imidacloprid or amitraz influences bee brood susceptibility to varroa. Results from my research suggest that even small doses of certain pesticides effect bee brood development, ….

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Italien verhängt Pestizid-Verbot

Donnerstag, 18. September 2008 | Autor: Bernhard

Anwendungsverbot für Beizmitel Thiamethoxan, Clothianidin, Imidacloprid und Fipronil

Die italienische Regierung hat gestern ein Anwendungsverbot für die Saatgutbehandlungsmittel Thiamethoxan, Clothianidin, Imidacloprid und Fipronil verhängt. Betroffen sind die Kulturen Mais, Raps und Sonnenblumen. Italienische Imker machen die Pestizide für die Bienensterben im Frühjahr verantwortlich, in verendeten Bienen war u.a. der Wirkstoff Clothianidin nachgewiesen worden.

Die italienischen Imkerverbände fordern seit langem ein Verbot der Agrogifte. Italien ist nach Deutschland und Slowenien das dritte Land, das ein Verbot von Pestiziden aus der Wirkstoffklasse der Neonicotinoide verhängt. In Frankreich wurde Clothianidin gar nicht erst zugelassen; die Zulassung von Imidacloprid war bereits 1999 auf Sonnenblumen und 2003 auf Mais entzogen worden. In Deutschland ist unterdessen die Zulassung auf Raps wieder erteilt worden.

HINWEIS: das ZDF plant morgen abend einen Beitrag zum Thema im heute journal

Die Meldung des italienischen Gesundheitsministeriums findet sich unter: http://www.ministerosalute.it (rechts oben anklicken: “Tutela patrimonio apistico: sospensione cautelativa dei prodotti fitosanitari utilizzati nel trattamento di concia delle sementi”)

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