Systemische Insektizide im Raps

Mittwoch, 16. Februar 2011 | Autor: Bernhard

Aktuell zugelassen in der Anwendung im Raps sind die folgenden Neonicotinoide:

  • Acetamiprid (Spritzmittel: Mospilan SG)
  • Clothianidin (Spritzmittel: Dantop; Beizmittel: Poncho Beta, Janus, Poncho ungefärbt, Elado)
  • Imidacloprid (Spritzmittel: Warrant 700 WG, Kohinor 70 WG ; Beizmittel: Monceren G, Gaucho FS ungefärbt, Gaucho WS, Traffic und Imprimo, Antarc, Chinook)
  • Thiacloprid (Spritzmittel: Biscaya, Calypso)
  • Thiamethoxam (Beizmittel: Cruiser 600 FS, Magna, Cruiser 70WS, ACTARA, Cruiser OSR)

Hier findet ihr eine interessante Grafik auf Seite 9: Bienen-Belaufstest auf Rapsblättern (JKI):

http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/mlr/allgemein/UntersuchungenBeizmittelstaub.pdf

Nach der Aussaat von gebeiztem Mais auf dem Nachbarfeld zum Raps, ergab der Belauftest ~65% gestörte Bienen und ~30% tote Bienen.

Zitat:
Für das Untersuchungsjahr 2008 wurden 206 Bienenproben analysiert und 35 verschiedene Insektizide/Akarizide identifiziert. Am häufigsten wurden Clothianidin (106, 51 % der Proben), Thiacloprid (71, 34 %), Methiocarb (26, 13 %), Fipronil (21, 10 %), Dimethoat (18,9 %), Omethoat (13, 6 %), Chlorpyrifos (13, 6 %) und Tebufenozid (13, 6 %) gefunden. Mit Blick auf alle Matrices wurden 126 verschiedeneWirkstoffe nachgewiesen.

Aus Schadensfällen des Jahres 2009 gingen 148 Bienenproben im Labor ein, in denen
31 verschiedene Insektizide/Akarizide identifiziert wurden. Die meisten Positivbefunde gab es für Thiacloprid (37, 25 % der Proben), Clothianidin (21, 14 %), Chlorpyrifos (16, 11 %), Dimethoat (16, 11 %), Omethoat (15, 10 %), Fipronil (12, 8 %) und Lambda-Cyhalothrin (12,8 %).

Über alle Matrices summiert wurden 116 verschiedeneWirkstoffe gefunden.

aus: http://bienen.jki.bund.de/index.php?menuid=55&downloadid=10&reporeid=0

Zitat:

Als ausschließlich oraler Expositionsweg ist neben der Wirkstoffaufnahme über Nektar sowie dessen Weiterverarbeitung zu Honig, die Wasseraufnahme sowie die Weiterverarbeitung des mit Honig versetzten, frisch gesammelten Pollens zu Bienenbrot, welches in den Waben als Vorrat eingelagert wird, denkbar. Mittels
Pollenfallen gewonnene Pollenproben unterschätzen die gemessene Kontamination um den Faktor 1,5-4,5 im Vergleich zu Pollen, der direkt aus den Blüten gewonnen wird (BONMATIN et al., 2001, 2002).

So zeigen in der LTZ gemessene Bienenbrotproben Wirkstoffkonzentrationen bis zu 68,8 µg/kg Clothianidin.

aus:http://www.ulmer-journals.de/ojs/index.php/jfk/article/download/44/41/44-123-1-PB.pdf

Ergebnis einer Pflanzenprobe Raps im Frühjahr 2008, analysiert vom JKI.

- Azoxystrobin
- Boscalid
- Dimoxystrobin
- Etofenprox
- Metconazol
- Prothioconazol
- Thiacloprid

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Thema: Imkerdemo

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