Großflächenversuche mit Neonicotinoiden - die geplante Katastrophe

Montag, 15. Februar 2010 | Autor: Bernhard

Imker müssen draußen bleiben - die Planung von Großflächenversuche mit Neonicotinoiden erfolgte ohne Abstimmung mit den Imkern

Das Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg, die Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim und der Saatgutvermehrerverband planen seit Monaten einen großflächigen Versuch (zwei bis drei hundert Hektar!) mit Maissaatgutbeizen, mit Neonicotinoiden, deren Zulassung zurzeit ruht. Es handelt sich um die Neonicotinoide - zum Beispiel Clothianidin/Poncho Pro. Die Versuche sind mit dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL/JKI abgestimmt - nur die Imker hat man dabei anscheinend vergessen. Diese haben erst über Umwege davon erfahren!

Die Versuche sollen in der Oberrheinischen Tiefebene stattfinden - dort wo 2008 die Katastrophe ihren Lauf nahm!

Man will in der mit Bienenvölkern dichtbesiedelten Region feststellen, wie sich die neuen Regeln bei der Maisaussaat bewähren - am lebenden Objekt!

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Spritzmittel halbieren Artenvielfalt

Montag, 15. Februar 2010 | Autor: Bernhard

Der Zusammenhang zwischen Pestizideinsatz und dem Verschwinden der Arten ist eindeutig belegt worden.

So vermeldet der Sender n-tv:

Zitat:

Die in der Landwirtschaft eingesetzten Spritzmittel sind nach einer europaweiten Studie der Hauptgrund für einen massiven Rückgang der Artenvielfalt auf Ackerböden und deren Umgebung. Während auf einem ökologisch bearbeiteten Feld rund 1000 verschiedene Arten vorkämen, seien es auf einem mit Pestiziden behandelten Acker nur noch rund halb so viele, sagte Professor Teja Tscharntke von der Universität Göttingen. Der Agrarökologe hat an der Untersuchung in acht west- und osteuropäischen Ländern teilgenommen.

aus: n-tv.de Spritzmittel halbieren Artenvielfalt

Der wichtigste Schluss:

Wer Artenvielfalt will, muss auf Spritzmittel verzichten

Da das Jahr 2010 das Jahr der Artenvielfalt ist, ist hier die Chance für die Politik etwas handfestes zu bewegen.

Den Honigbienen wird es allemal helfen.

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Die Liebe zur eigenen Scholle

Mittwoch, 3. Februar 2010 | Autor: Bernhard

Oft frage ich mich, wenn ich die Untersuchungsergebnisse auf Pflanzenschutzmittelrückstände in Bienen, in Kulturpflanzen oder sogar Lebensmittel in den Händen halte: Kann es so weitergehen?

Wir belasten nicht nur den Naturhaushalt, die Bestäubungsinsekten, sondern auch uns selbst.

Die Hoffnung liegt in der Liebe der Landwirte zu ihrer eigenen Scholle. Teilweise bewirtschaften die Bauern ihre Scholle über mehrere Generationen - nicht nur die Tradition verwurzelt sie mit ihrem Boden, sondern ihr ganzes Sein. Zurecht etwas, worauf ein Landwirt stolz sein kann.

Pflanzenschutzmittel - wir können nicht mit aber auch nicht ohne sie. Tatsächlich?

Pflanzenschutzmittel bewirken eine massive Störung des Bodenlebens, indem sie die Bodenlebewesen sterben lassen. Dazu gehören bei weitem nicht nur Insekten und Würmer, sondern auch Pilze und Bakterien. Ein Mittel gegen Nematoden tötet vielleicht den Nematode, der ein Schädling ist. Doch was ist mit den anderen 20.000 Nematodenarten, welche sogar Nützlinge für den Boden sind?

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Pestizidrückstände in Lebensmitteln

Mittwoch, 3. Februar 2010 | Autor: Bernhard

In der Vergangenheit berichteten wir bereits über die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln.

Zur Erinnnerung sei hier der Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aufgeführt:

Bericht BVL, PDF

Ähnliche Funde werden im Pestizidreport des Bundeslandes NRW gemacht. Siehe:

Bericht Lebensmittelüberwachung NRW, Webseite

Hier finden sich die Rückstände, die Greenpeace in Salaten nachgewiesen hat:

Kopfsalat, PDF

Rucola, PDF

Die Anzahl der untersuchten Proben ist relativ gering, doch sie sind als Indikator gedacht, ob sich was an der Situation geändert hat, seitdem Greenpeace über illegale Pestizide berichtete.

Als wenn die zugelassenen Pflanzenschutzmittel nicht schon genug Probleme bereiten würden, gibt es einige schwarze Schafe, die illegale und nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel einsetzen. In Untersuchungen wurden 59 verschiedene nicht zugelassene Pestizide gefunden. Siehe:

Imkerdemo berichtete, Webseite

Kann es so weitergehen? Wir belasten nicht nur den Naturhaushalt, die Bestäubungsinsekten, sondern auch uns selbst.

Die Hoffnung liegt in der Liebe der Landwirte zu ihrer eigenen Scholle. Teilweise bewirtschaften die Bauern ihre Scholle über mehrere Generationen.

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Bienen mit Pflanzenschutzmitteln belastet

Montag, 1. Februar 2010 | Autor: Bernhard

Die von den Imkern eingeschickten toten Bienen wurden vom Julius-Kühn-Institut (siehe: JKI) untersucht.

Die Ergebnisse sind erschreckend, denn die Bienen sind mit einer Vielzahl von Pestizidwirkstoffen belastet.

    Darunter:

Azoxystrobin
Boscalid
Carbendazim
Dimethoat
Flusilazol
Omethoat
Thiacloprid
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