Schutz der Bienenvölker sicherstellen

Donnerstag, 2. Oktober 2008 | Autor: Bernhard

Kommentar zum Antrag der FDP
Siehe: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/103/1610322.pdf

Sehr geehrte Damen und Herren,

Honigbienen sind weltweit verbreitete Haustiere, so auch hier in Deutschland. Die Honigbiene gilt als drittwichtigstes Haustier des Menschen. Der wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung der Honigbienen und anderer Bestäubungsinsekten wird laut einer aktuellen Studie auf weltweit 153 Milliarden Euro errechnet. Siehe dazu die Studie von Josef Settele et al. Damit tragen Honigbienen bis zu 10 % des Ertrages der Lebensmittelproduktion bei. Wobei die nördlicheren Länder durch die Abhängigkeit der Flora bezüglich Bestäubung stärker auf die Bestäubungsleistung angewiesen ist. Die Honigbienen existieren seit 45 Millionen Jahren auf diesem Planeten und der Naturhaushalt hat sich auf ihre Existenz eingestellt. Die Wichtigkeit der Honigbiene für den Menschen und den Naturhaushalt ist ohne Zweifel äußerst hoch.

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Albert Einstein. Albert Einstein war ein deutscher Physiker, dessen Beiträge zur theoretischen Physik maßgeblich das physikalische Weltbild veränderten. Er gilt als Inbegriff des Forschers und Genies.
Somit sprechen wir nicht nur über eine Liebhaberei mancher Menschen, über emotionale Gefühle für ein Haustier, über einen traditionellen Berufsstand, über die Produktion von Honig, wenn wir über das Bienensterben sprechen. Wir sprechen über die unmittelbare Lebensgrundlage des Naturhaushaltes und damit des Menschen.

Wenn wir über die Lebensgrundlagen sprechen, wenn es um Leben und Tod geht, sprechen wir auch von einer sehr hohen Verantwortung. Eine Verantwortung, die in den Händen der Bundesregierung liegt.

Die Anzahl der gemeldeter Bienenschäden von 1960 an gingen von 350 im Schnitt der siebziger Jahre auf 80 Meldungen zurück, bis im Jahr 2008 die Zahl der gemeldeten Bienenschäden auf 11.500 Völker hochschnellte. Eine Steigerung von 14.375 %.

Diese Steigerung, die ohne Zweifel als Großschadensereignis zu bezeichnen ist, ist nicht einem Einzelfall zu verdanken, sondern ist auch in anderen Ländern (Italien, Slowenien und der Tschechei) in dieser Form aufgetreten.

Bereits seit Einführung der Neonicotinoide beobachten deutsche Berufsimker, die Meister des Bienenhandwerks, genau wie ihre internationalen Kollegen, die Wirkungen dieser neuartigen Insektizide auf Honigbienen und warnen seither vor der Gefährlichkeit. Siehe dazu den offenen Brief des Präsidenten des Erwerbs- und Berufsimkerbundes (kurz D.B.I.B.), Manfred Hederer aus dem Jahre 2006. Siehe: Offener Brief, Manfred Hederer

Das Großschadensereignis in diesem Jahr war unnötig. Doch das Sterben der Bienen in 2008 war nur die Spitze des Eisberges, denn neben der lateralen Wirkung spielen subletale Wirkungen eine große Rolle. Halbvergiftete Bienen sind Krankheiten nicht mehr gewachsen, denn nicht-tödliche Vergiftungen sind immer noch Vergiftungen. Imker und Wissenschaftler sind sich einig, dass der Einsatz von Pestiziden (Insektizide, aber auch Fungizide, Herbizide und Akarizide) das Immunsystem der Bienen schwächt und Sekundärkrankheiten auslösen kann.

In den USA wurde die Colony Collapse Disorder Workgroup (kurz ccd workgroup) damit beauftragt, die Ursachen für das Bienensterben zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Eintrag von Pestiziden und den Ausfällen. Sie zeigen auch, daß die vom Imker eingebrachten Akarizide sich mit den landwirtschaftlichen Pestiziden zu einem tödlichen Cocktail vermengen. Siehe Anhang: What Pesticides got to do with it

Die Untersuchungen verschiedener Stellen zeigen auf, daß Pestizide sich im Naturhaushalt und im Nahrungskreislauf des Menschen anreichern. Siehe: Quellnachweise, weiter unten. Das in Baden und Bayern das Bienensterben verursachende Mittel, Clothianidin, ist in der Schweiz bereits im zum Verzehr bestimmten Salat nachgewiesen worden, der aus Italien importiert worden ist. Neonikotinoide reichern sich im Boden an, dass zeigen Studien und die Praxis. In Frankreich sind Zonen ausgewiesen worden, in denen die Imkerei nicht mehr ausgeübt werden soll, weil das in Sonnenblumen ausgebrachte Imidacloprid dort für langjährige Vergiftungen sorgt. Selbst nachdem das Mittel in Frankreich verboten wurde, weil es dort für das Bienensterben als Ursache festgemacht worden ist, sind dort die Schäden durch Imidacloprid fortdauernd.

Die bis heute aufgestellten Untersuchungen die von den Herstellerunternehmen für die Zulassung eingereicht wurden, wurden von den französischen Zulassungsbehörden wegen offensichtlicher Mängel hinsichtlich Methodik und Material zurückgewiesen. In Deutschland werden solche Mängel der Untersuchungen durch aktuelle Zulassungsverfahren nicht erkannt und Zulassungen werden erteilt. Die Untersuchungen beinhalten nicht die notwendigen Methoden, die laut international angesehener Bienenwissenschaftler notwendig wären, um eine Aussage zur Bienengefährlichkeit treffen zu können. Die Bienengefährlichkeit sagt des weiteren nichts über die Gefährlichkeit der nicht minder wichtigen übrigen Bestäuberinsekten aus, deren Verschwinden durch Entomologen dokumentiert und beklagt wird. Hier ist eine enge Zusammenarbeit der Bienenwissenschaftler, Entomologen und Toxikologen gefragt, die es bisher in dieser Form noch nicht gibt.

Der Argumentation, daß der Einsatz der Neonikotinoide als Beizmittel aufgrund geringer benötigter Mengen Kosten einsparen würde, steht seit Einführung der Neonikotinoide seit dem Jahr 2000 der Jahresumsatz eines einzigen deutschen Konzerns gegenüber, der mit einem Jahresumsatz von 2 Milliarden Euro mit diesen Mitteln kalkuliert. Und zudem eine jährliche Steigerung in der Sparte Pflanzenschutzmittel von 25% ab 2008 erwartet. In dem aktuellen Jahr sind bereits 19% Steigerung erreicht worden, in absoluten Zahlen ist das ein Ergebnis von 3,8 Milliarden Euro. Mit einem Rückgang der Umsätze in der Sparte Pflanzenschutzmittel wird nicht gerechnet, es werden sogar bis 2012 3,4 Milliarden Euro allein in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte investiert. Diese Umsätze deuten nicht gerade auf eine Verminderung des Pestizideinsatzes hin. Eine Entwicklung eines Produkts, dass den Verbrauch desselben senkt, ist auch nicht ernsthaft von einem Hersteller zu erwarten.

(Siehe Meldung des Handelsblatts vom 04.09.2008 unter: http://www.handelsblatt.com/unterneh…schutz;2032347 )

Das aktuelle Beispiel in Baden und Bayern bezeugt auch, wieso dass der Fall ist. Der Maiswurzelbohrer konnte trotz intensivster Beizung und einer überhohen Dosierung mit Clothianidin in seiner Verbreitung nicht gehemmt werden. Anschließend wurden Spritzungen mit dem Mittel Biscaya durchgeführt. Somit ist eine Erhöhung des Einsatzes von Pestiziden festzustellen. Des Weiteren ist die Verbreitung des Maiswurzelbohrers trotz des immensen Schadens an der heimischen Insektenwelt immer noch nicht gestoppt. Es sind somit 12,5 Millionen Euro ausgegeben worden, ohne einen effektiven Erfolg.
Weiter besteht die berechtigte Frage nach bestehenden Alternativen. Die FDP weist darauf hin, dass in den USA bereits gentechnisch veränderte Bt-Maissorten in großem Umfang angebaut werden.

Im Unterschied zur Applikation von Pestiziden beinhaltet dieser Mais ein Gen, dass die Pflanzen dauerhaft Bt produzieren lässt. Pestizide werden in der Regel in Intervallen verwendet, während der Mais ein integriertes, ständiges Insektizid beherbergt. Dauerhafte Anwendung von Pestiziden führt jedoch zu Resistenzen der Schaden verursachenden Insekten gegenüber diesen Mitteln. Das hat die Industrie bereits in der Vergangenheit erfahren, weswegen es Richtlinien gibt, das sogenannte “Resistenzmanagement”. Die Umsetzung der Richtlinien in die Praxis ist nicht gegeben und die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass kein dauerhafter Erfolg zu erwarten ist.

Des Weiteren wachsen Pflanzen im Anbau unterschiedlich aufgrund der klimatischen Bedingungen und die Expressions des Gens kann ebenfalls unterschiedlich ausfallen. Somit können die Dosen des in der Pflanze enthaltenden Bt zu gering sein, um tödlich auf das Zielinsekt zu wirken. Die subletale Wirkung begünstigt die Entwicklung von Resistenzen.

Gentechnisch veränderte Organismen, auch der propagierte Bt-Mais, birgt Gefahren für den Naturhaushalt und für die Menschheit. Kein Wissenschaftler kann aufgrund der verwendeten Methodik des Gentransfers voraussehen, was für neue, bislang unbekannte Proteine in einer gentechnisch veränderten Pflanze entstehen. Dadurch besteht die Gefahr der Bildung von Allergien und der Bildung von Prionen. Diese werden beim Mais über den Pollen in den Honig eingetragen (Maispollen sammelnde Bienen sind hier gut dokumentiert: http://www.imkerdemo.de/bilder/bienen-im-mais ). Die neuartigen Proteine gelangen nicht nur über den Honig in den Nahrungskreislauf, sondern auch über die Pflanze selbst. Im Falle des Mais wird diese als Futterpflanze verwendet. Da die Proteine nicht zu 100% durch die Verdauung zersetzt werden, gelangen diese zum Beispiel in die Milch. Die Ausscheidungen des Viehs enthalten ebenfalls diese Proteine, wodurch es zu Anreicherungen im Naturhaushalt kommt. Der Mais ist ein Windbestäuber und der Maispollen enthält ebenfalls das Insektizid. So wie der Staub der Beize sich auf andere Kulturen niederlegt, so ist es äußerst wahrscheinlich, dass der Pollen des Bt-Mais sich auf andere Kulturen wie zum Beispiel Salat niederlegt, oder direkt von den Menschen eingeatmet wird. Das Einatmen von neuartigen Proteinen führt zu allergischen Reaktionen, wie beim Heuschnupfen.

Allein die Gefahr der Bildung von Prionen macht eine Freisetzung gentechnischer Organismen unverantwortlich. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Prionen

Für die Landwirtschaft bedeutet der Einsatz von Bt-Mais erhöhte Kosten durch die Lizenzierung. Eine Ko-Existenz mit nicht-gentechnischem Mais ist aufgrund des Pollenaustrages und der damit verbundenen Auskreuzung nicht möglich. Der Maispollen wird kilometerweit vom Wind fortgetragen, so wie es das Prinzip der Windbestäubung erfordert.

Die Hoffnung, dass sich die Probleme, die Pestizide verursachen lösen, ist unbegründet. Es gibt genügend Fälle, in denen die geschilderten Gefahren zu Unfällen führte und die gut dokumentiert wurden. Auch wissenschaftlich.

Alle ökologischen Anbauverbände, die Imkerverbände und viele Freiwillige sind gern bereit, vor der Bundesregierung bereits bestehende Alternativen vorzustellen und Lösungen mit allen Beteiligten zu erarbeiten, die jedem Landwirt zugänglich sind.


Kommentar zu den Forderungen

Forderung 1: Bienenmonitoring

Die Bienen bedürfen keinem Monitoring, sondern die Pestizide bedürfen einem Monitoring. Vor kurzem sind 53 illegale Pestizide im Nahrungskreislauf des Menschen festgestellt worden. Das sind nicht zugelassene Mittel, die zur Anwendung kommen. Das Zulassungsverfahren selbst bedarf einer gründlichen Reform, um Verbraucher und Naturhaushalt zu schützen.

Eine Erfassung des Istzustandes bezüglich der Pestizidbelastung erscheint sinnvoll. Wie stark ist in Deutschland der Naturhaushalt zurzeit belastet? Wie stark sind die Bienenvölker in ganz Deutschland heute schon belastet? Wie viele illegale Pestizide finden sich im Naturhaushalt?

Dann sollte es ein planvolles, deutschlandweites Monitoring der Pestizide im Naturhaushalt geben, was die Belastung mit Pestiziden betrifft. Bienen eignen sich als Bioindikator und können Aufschluß darüber geben, wie stark eine Bioregion belastet ist. Die Imker sind bereit ein solches Pestizidmonitoring zu unterstützen.

Forderung 2: Varroabekämpfung

Die Varroa wird seit 30 Jahren erfolgreich bekämpft und Imker wie Berufsimker haben große Verluste durch ordentliches Arbeiten verhindern können. Verschiedene Behandlungskonzepte sind erarbeitet und erfolgreich in der Praxis. Die Verluste der vergangenen Jahre ist nicht auf die Varroa oder Viren als primäre Ursache zurückzuführen. Es ist zu beobachten, dass die Völker bereits bei geringem Befall zugrunde gehen, was darauf hinweist, dass ihre gesundheitliche Konstitution schon vorher geschwächt wurde.

Forderung 3: Alle Imker sollen zur Bekämpfung gezwungen werden

Die Varroabekämpfung selbst bedient sich Pestizide in Form von Akariziden. Akarizide wirken in schwacher Form auch insektizid. Die Ergebnisse der oben angeführten CCD workgroup deuten darauf hin, dass die Vermengung von Akariziden mit den landwirtschaftlich eingesetzten Pestiziden zum Todesstoß der Bienen führt. Bevor solche Cocktails als Cocktails nicht auf ihre Bienengefährlichkeit hin untersucht worden sind, ist jede Forderung nach eines vermehrten Einsatzes mit Kenntnis des Sachstandes zu verwerfen.

Forderung 4: Kontrolle der Bienenimporte

Die Varroamilbe wurde 1977 durch ein Bieneninstitut mit nach Deutschland verschleppt. Zurzeit finden weitere Importe durch Wissenschaftler statt, wobei Bienenarten aus aller Welt mit nach Deutschland gelangen und bewußt eingekreuzt werden. Zusätzlich sollten gentechnische Versuche an Bienen untersagt werden, da diese über den Drohnenflug kaum zu kontrollieren sind.

Forderung 5: Überprüfung der Zulassungsverfahren

Die Überprüfung der Zulassungsverfahren ist unbedingt erforderlich, um Gefahren für den Naturhaushalt und den Menschen abzuwehren.

Hier sollten eingereichte Unterlagen der Öffentlichkeit zugänglich sein, die Unterlagen durch mehrere Institute an denen Toxikologen und Bienenwissenschaftler zusammen die Bienengiftigkeit beurteilen.

Vorschläge zur Verbesserung der Zulassungsverfahren

  • Aufbau und ständige Erweiterung eines internationalen Informationsnetzes zum Austausch von Studien, Erfahrungen und Zulassungsauflagen zwischen den Behörden und Wissenschaftlern.
  • Zentrale Anlaufstelle für Hinweise aus der Bevölkerung und von Praktikern.
  • Aufbau unabhängiger Institute, die mit unabhängigen Bienenwissenschaftlern und Toxikologen besetzt sind. Diese Institute überprüfen vor der Zulassung die eingereichten Unterlagen und nehmen eigenständige Messungen der in den Unterlagen enthaltenen Messungen vor. Nach der Zulassung überprüfen diese Institute die Werte, wie sie sich in der Praxis bewahrheiten.
  • Endlich mehr Geld und Personal vom Bund für die Zulassungsbehörden JKI und BVL, damit diese ihren Aufgaben angemessen und verantwortungsvoll ausführen können.
  • Die Pflanzenschutzmittelverordnung sollte dahingehend angepasst werden, dass die Unterlagen für die Zulassung von Pestiziden öffentlich und jederzeit zugänglich sind. Die Überprüfung der Wirkung der Pestizide auf den Naturhaushalt sollte nicht zeitlich punktuell erfolgen, sondern in einem von den Herstellern völlig unabhängigem Langzeit*Monitoring. Einem Dritten von außen sollte die Überprüfung der Durchführung des Monitoring ermöglicht werden. Die Zusammenarbeit mit der Bienenwissenschaft und der Toxikologie sollte in der Verordnung fixiert werden, so dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse in jedem Fall berücksichtigt werden. Die Verordnung sollte außerdem neben standardisierten auch freie Untersuchungen und Prüfungen nicht nur zulassen, sondern verlangen. Des Weiteren sollte die Verordnung einen Regelung für den akuten Notstand enthalten, damit in Falle von Schadensmeldungen Sofortmaßnahmen vorgenommen werden können. Diese Sofortmaßnahmen sind bereits vorher festzulegen und ständig auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.
  • Das Einrichten eines runden Tisches, an dem Verbraucher, Imker, Landwirte, Hersteller, Wissenschaftler und Zulassungsbehörden zusammenkommen, ist besonders geeignet, um eine gemeinsame Plattform zum Austausch und Entwickeln von gemeinsamen Vorgehensweisen zu fördern.

Forderung 6: Qualitätskontrollen für gebeiztes Saatgut

Das Geld für die entstehenden Kosten für die Untersuchungen des zumeist im Ausland gebeizten Saatgutes könnten besser in die Überprüfung der Zulassungen verwendet werden, zumal die Dezentralität der Qualitätskontrollen zu einem erhöhten Aufwand führen würde, der bei gründlicher Prüfung der Zulassung nicht entstünde. Eine konsequente und gründliche Prüfung schon bei der Zulassung kann alle nachfolgenden Kontrollen vermindern und somit unnötige Kosten einsparen.

Forderung 7: Strategie gegen Vordringen des Maiswurzelbohrers, Pflanzenschutzmitteleinsatz verringern

Alle ökologischen Anbauverbände, viele Wissenschaftler und Imker stellen der Bundesregierung gern Alternativen vor und erarbeiten mit allen Beteiligten eine Lösung. Bitte sprechen Sie uns an. Wir sind gern dazu bereit.

Forderung 8: Nachwuchsförderung von Imkern

Die beste Nachwuchsförderung wäre es, wenn die Bundesregierung die primären äußeren Einflüsse abstellen würde, die den Imkern Probleme bereiten. Die äußeren Einflüsse sind die Verarmung der Landschaft an Blütenpflanzen, die drohende Kontaminierung des Naturprodukts Honig mit GVOs und der Einsatz von Pestiziden.

Ich hoffe, daß obige Ausführungen Ihnen verdeutlichten, dass es um eine ernste Angelegenheit geht, die weit über ein Hobby oder eine Liebhaberei hinausgeht. Hier geht es um die Lebensgrundlage für alle. Ich bitte daher die Bundesregierung, die entsprechende Vorsicht und Verantwortung zu übernehmen. Nicht alle angebotenen Lösungen eignen sich, um dauerhafte Lösungen herbeizuführen. Vielmehr drohen durch Schnellschüsse weitere Gefahren, die den Honigbienen und den Bestäubungsinsekten endgültig den Todesstoß versetzen.

Wenn es Ihnen ein ehrliches Anliegen ist, den Schutz der Honigbienen und Bestäubungsinsekten sicherzustellen, dann lassen Sie mich einen Tag der nachhaltigen Landwirtschaft einberufen, an dem alle Beteiligten zusammenkommen. Besser wäre noch eine ganze Woche, da die schwerwiegenden Entscheidungen sehr viel Einarbeitung benötigen werden.

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Thema: Imkerdemo

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