Neue Maiswurzelbohrer wurden eingeschleppt

Freitag, 25. Juli 2008 | Autor: Arnd

Die vor kurzem gefundenen Maiswurzelbohrer auf den Feldern im Ortenaukreis stammen nach Ansicht des Badischen Landwirtschaftliche Hauptverbands (BLHV) wahrscheinlich nicht aus den Larven des Vorjahres.

“Die Funde um den Autobahnrasthof Mahlberg legen die Vermutung nahe, dass Käfer aus Befallsgebieten in Österreich oder Ungarn eingeschleppt wurden”, teilte die Interessenvertretung der Bauern am Freitag in Freiburg vor Beginn der neuen Sprühattacke mit. Von dem neuen Befall durch den Pflanzenschädling in Mahlberg seien nicht die Gebiete betroffen, in denen im letzten Jahr Exemplare des Maiswurzelbohrer gefunden und in denen Pflanzenschutzmittel gesprüht worden waren.

Trotz der erneut drohenden Maiswurzelbohrer-Plage auf den Feldern forderte der Hauptverband, die Mais-Anbauverbote in den Folgejahren zu beenden. Außerdem müsse das Land den Schaden für die Bauern ausgleichen. Die Landwirte betonten aber auch, dass sie die in den kommenden Tagen geplante Bekämpfung des Pflanzenschädlings nach dem erneuten Auftauchen des Maiswurzelbohrers “vorbehaltlos” unterstützten.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) müsse dabei aber die von der EU zulässigen Gestaltungsräume zugunsten der Maiserzeuger nutzen. “Insbesondere muss vermieden werden, dass in der fünf Kilometer um Befallszone eingerichteten Sicherheitszone Fruchtfolge-Verpflichtungen für die beiden Folgejahre auferlegt werden. Außerdem dürften finanzielle Entschädigungen nicht begrenzt werden auf Betriebe, deren Existenz gefährdet sei.”

Anfang der Woche waren auf einem Maisfeld bei Mahlberg 34 Käfer des Maiswurzelbohrers entdeckt worden. Es war der landesweit erste Fund des Maiswurzelbohrers in diesem Jahr. Wenig später wurden auch im Elsass erneut Schädlinge gefunden. Der gefräßige Maiswurzelbohrer stammt ursprünglich aus Mittelamerika.

© 25.07.2008 Radio Regenbogen

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Thema: Bienensterben

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