Absolutes Verbot von Insektiziden nicht möglich

Freitag, 13. August 2010 | Autor: Bernhard

Artikel in der Allgäu-Rundschau:

Ministerium: «Absolutes Verbot von Insektiziden nicht möglich»
Siehe: http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/rundschau/Rundschau-Ministerium-Absolutes-Verbot-von-Insektiziden-nicht-moeglich-;art2757,835495

Der Landesverbands Bayerischer Imker (LVBI) in Dietmannsried (Oberallgäu) hat eine Liste mit über 18.500 Unterschriften an den Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, übergeben.

Großes Lob an den LVBI.

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Neonicotinoide im Honig

Mittwoch, 28. Juli 2010 | Autor: Bernhard

Eine von der Universität Wien im März 2010 veröffentlichte Diplomarbeit mit dem Titel “Development of a Method for the Analysis of Neonicotinoid Insecticide Residues in Honey using LC-MS/MS and Investigations of Neonicotinoid Insecticides in Matrices of Importance in Apiculture” beschäftigt sich mit dem Nachweis von Neonicotinoiden im Honig. Sie enthält Informationen zu den in Deutschland in 2008 gefundenen Rückständen von Neonicotinoiden, die bisher eher nur Fachkreisen bekannt waren. Die Funde in Deutschland:

In May 2008 the CVUA Stuttgart analysed 24 honey samples from Southern Germany with focus
36 on the following neonicotinoid insecticides: acetamiprid, clothianidin, imidacloprid, nitenpyram, thiacloprid and thiamethoxam. In 75 % of the samples, thiacloprid was detected in concentrations ranging from 2 to 110 μg/kg. Traces of thiamethoxam (1 μg/kg) were found in one honey sample while no other neonicotinoids insecticides were detected in the samples (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart 2008a). In June to August 2008 the CVUA Stuttgart analysed another 67 honey samples for pesticide residues. Only 18 % of them contained pesticide residues. Thiacloprid was found in four honey samples at concentrations of 7 to 45 μg/kg (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart 2008b). Further, the content of clothianidin was analysed in 65 honey samples from areas affected by honeybee colony losses in Southern Germany. In seven samples clothianidin was detected in the range of 1.1 to 2.3 μg/kg.

aus: Diplomarbeit Gina Tanner

75 % der 24 Honigproben aus Süddeutschland enthielten Thiacloprid in Konzentrationen von 2 bis 110 μg/kg. In einer Probe wurde Thiamethoxam gefunden (1 μg/kg).

18% der 67 weiteren Honigproben, wobei in vier Proben Thiacloprid in Konzentrationen von 7 bis 45 μg/kg gefunden wurden.

7 der 65 Honigproben aus dem Gebiet des Bienensterbens 2008 enthielten Clothianidin in Konzentrationen von 1,1 bis 2,3 μg/kg.

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Studie: Langzeitigrisiken unterschätzt

Mittwoch, 28. Juli 2010 | Autor: Bernhard

Die niederländische Studie The significance of the Druckrey–Küpfmüller equation for risk assessment—The toxicity of neonicotinoid insecticides to arthropods is reinforced by exposure time des Toxikologen Henk A. Tennekes steht vor der Veröffentlichung in dem wissenschaftlichen Journal Toxicology. Siehe auch:

Science Direct online

Grob übersetzt bedeutet der Titel der Studie: Die Bedeutung der Druckrey-Küpfmüller-Gleichung für die Risikobewertung - die Toxizität von neonicotinoiden Insektiziden auf Gliederfüßler verstärkt sich mit der Zeit der Exposition.

Grundsätzlich geht es um die Frage, wie die Langzeitwirkung der Neonicotinoide, insbesondere Imidacloprid und Thiacloprid auf Gliederfüßler zu bewerten ist, wozu Insekten und damit auch die Honigbienen gehören. Ein Abstract der Studie findet sich hier:
Niederländische Webseite zum Bienensterben

Einige Ergebnisse aus der Studie werden vorab über die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBGnetwork) bekannt.

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Die Wissenschaft streitet - die Bienen sterben

Mittwoch, 23. Juni 2010 | Autor: Bernhard

Die untenstehende Veröffentlichung der Wissenschaftler Stefano Maini, Piotr Medrzycki und Claudio Porrini gibt einen guten Überblick, warum die Bienen und andere Bestäuber trotz guter wissenschaftlicher Datenlage weiterhin wegen Pflanzenschutzmitteln sterben müssen.

Die Wissenschaftler üben starke Kritik aus - die jedoch als konstruktiv verstanden werden sollte. Sie appellieren an die Wissenschaftler, genauer und unabhängiger zu arbeiten. Sie appellieren an die Entscheidungsträger in den Behörden, das Vorsichtsprinzip entsprechend der europäischen Maßgabe bei ihren Zulassungsentscheidungen zu berücksichtigen und sie appellieren an Landwirte, Imker und Verbraucher, die Zukunft zumindest mit der Guten Fachlichen Praxis der Integrierten Pflanzenschutz-Maßnahmen zu gestalten, um eine starke Reduzierung des Gebrauches von Pflanzenschutzmitteln zum Schutze der Artenvielfalt und der Bestäubung zu erreichen.

Die originale Studie ist hier einzusehen:

http://www.bulletinofinsectology.org/pdfarticles/vol63-2010-153-160maini.pdf

Weil der Überblick über die aktuelle Situation gut gelungen ist, habe ich die Studie ins Deutsche übersetzt. weiter…

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Vergiftungen im Raum Karlsruhe

Samstag, 29. Mai 2010 | Autor: Bernhard

Im Raum Karlsruhe werden Bienen vergiftet - in Verdacht stehen Raps und Maiskulturen.

Für einen Imker sind dies abscheuliche Bilder. Wie lange wollen das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, sowie das Julius-Kühn Institut diese Vergiftungen noch verantworten?

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Bienenvergiftungen im Raum Karlsruhe

Montag, 24. Mai 2010 | Autor: Bernhard

In der Lokalpresse aus dem Raum Karlsruhe wird von auftretenden Vergiftungen gesprochen:


http://www.ka-news.de = Bienensterben in Karlsruhe

http://www.shortnews.de = Bienensterben-in-Karlsruhe-Wahrscheinlich-vergifteten-Pestizide-die-Tiere

SWR Nachrichten

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Filmdokumentation: Das Geheimnis des Bienensterbens

Mittwoch, 19. Mai 2010 | Autor: Bernhard

Die Filmdokumentation

Das Geheimnis des Bienensterbens

… ist eine sehr gute Zusammenfassung aller Erkenntnisse und Aspekte rund um das Bienensterben. Dieser Film ist sehr hilfreich, um sich über den aktuellen Stand der Erkenntnisse zu informieren und für Imker, Verbraucher und Behörden gleichermaßen geeignet, um sich ein umfassendes Bild über das Bienensterben zu machen.

Der Film ist sieben Tage lang hier zu sehen:

http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=3213528.html

Das Geheimnis des Bienensterbens
Dienstag 18 Mai 2010 um 20.15
Regie von Mark Daniels
Dauer: 1h29min

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Studie: Imidacloprid begünstigt Nosema bei Honigbienen

Samstag, 8. Mai 2010 | Autor: Bernhard

Eine in diesem Jahr (2010) erschienene Studie zeigt Wirkungszusammenhänge zwischen dem Neonicotinoid Imidacloprid und der Bienenkrankheit Nosemose (Pilzerkrankung durch den Pilz Nosema).

Dieser Zusammenhang wurde seitens der Imker schon länger vermutet.

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[Mitmachaktion] Unterschriftenaktion des Landesverbandes Bayrischer Imker

Donnerstag, 6. Mai 2010 | Autor: Bernhard

Unterschriftenaktion des LVBI für ein Verbot aller Neonicotinoide

Der Landesverband Bayerischer Imker e.V. und mit ihm seine engagierten Imker sind sehr besorgt über die Ausnahmegenehmigung für den Einsatz des Granulats SANTANA mit dm Wirkstoff  Clothianidin. Vor allem nach den verheerenden Bienensterben, verursacht durch ein Beizmittel mit dem Neonicotinoid Clothianidin, im Jahre 2008 ist es für uns unverständlich, dass dieses überaus bienengefährliche Mittel nun wieder zum Einsatz kommt. Trotz der hohen Auflagen die an das Ausbringen dieses Granulats gebunden sind, befürchten wir eine Beeinträchtigung nicht nur unserer Bienen, sondern des gesamten Ökosystems.

Die Neonicotinoide sind für Insekten aller Art starke Nervengifte. Schon kleinste Mengen führen bei ihnen zum Tode. Da die negativen Auswirkungen dieser Mittel auf das Ökosystem in keinster Weise abzusehen sind, fordert der Landesverband Bayerischer Imker, der die Interessen seiner ca. 23.000 Mitglieder vertritt, ein endgültiges Verbot aller Neonicotinoide.

Hier geht es zur Online-Unterschriftenaktion:

http://www.lvbi.de/verbot_der_neonicotinoide_online.html

Bitte mitmachen!

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Österreich 2010: Vergiftungen durch gebeiztes Saatgut

Mittwoch, 5. Mai 2010 | Autor: Bernhard

Aus Österreich erreicht uns die Meldung erneuter Bienenvergiftungen durch gebeiztes Saatgut.

Nach der Maisaussaat 2010 gibt es bereits wieder Bienenschäden, vor allem in der Steiermark und in Oberösterreich. Bereits das dritte Jahr in Folge treten die Schäden auf, trotz “risikomindernder Auflagen” durch die Zulassungsbehörde, die offensichtlich Bienenschäden nicht verhindern können. Bereits 2008 waren mehr als 3500 Bienenvölker betroffen.

Weiter heißt es:

Angesichts der neuerlichen Bienenschäden fordert Biene Österreich zum Schutz der Honigbienen und der anderen Bestäuberinsekten ein Verbot der Saatgutbeizung mit Neonicotinoiden.

Der ganze Text von Biene Österreich findet sich hier:
Artikel in Biene Österreich

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